Vertrieb und Preise

Um das Buch vertreiben zu können, fehlen Createspace noch wichtige Angaben, die spätestens jetzt ausgefüllt werden müssen.

Auszahlung

Im Royality Paymant Profile können wir eintragen, wo Createspace die Erlöse hinsenden soll.
Angegeben werden müssen Land, Name und Adresse des Empfängers.
Wer seine Kontodaten nicht preisgeben möchte, klickt für die Auszahlung auf Check. Allerdings müssen mind. 100 € zusammenkommen, bis ein Check ausgestellt wird.
Bei Direct Deposit, also der direkten Überweisung, wird ab 10 € ausbezahlt.
Hier öffnet sich ein Fenster für die Kontoinformationen.
Iban und Bic stehen auf jedem Kontoauszug, außerdem klicken wir EU an, und bei Bank Account Type in den meisten Fällen Checkings (Girokonto).

Steuern und Gesellschaftsform

Wer nicht in Amerika lebt, braucht keine US-Steuernummer anzugeben.
In diesem Fall würden alle Einnahmen, die in den USA entstehen, vorläufig einbehalten werden.
Wenn ein Kunde seine Bestellung über amazon.com oder direkt über Createspace (Us-Unternehmen) abwickelt, hat der Autor also erst einmal nichts davon. Das Geld ist aber nicht verloren, es wird nur aufbewahrt.
Tantiemen aus Bestellung über die europäischen Anbieter werden trotzdem ausbezahlt.

Sollte sich herausstellen, dass doch lohnenswerte US-Verkäufe zusammenkommen, kann man sich die TIN (U.S. Tax Identification Number) beim US-Finanzamt (www.irs.gov) ausstellen lassen.
Das geht telefonisch (267) 941-1099, per Fax oder per Post.
Unter:
https://www.createspace.com/Help/Index.jsp?orgId=00D300000001Sh9&id=50170000000I1fv stehen Formulare und auch ein ausgefülltes Beispiel zur Verfügung.
Wenn diese Angaben bei Createspace eingegangen sind, werden die amerikanischen Tantiemen ab einer Summe von 10 $ überwiesen.

Alle anderen Verleger geben einfach nur bei Tax Reporting Name ihren eigenen oder den Verlagsnamen an.
Buisiness Type ist bei Selbstverlegern Individual, bei Verlagen wählt man die entsprechende Gesellschaftsform.

Vertrieb

Im Bereich „Distribute“ wird entschieden, wie und wie teuer das Buch vertrieben werden soll. Zunächst taucht der Punkt Channels auf. Drei blaue Pfeile weisen zu Amazon.com, Amazon Europe und Createspace eStore. Sie sind alle kostenlos bereits ausgewählt. Möchte man einen dieser Vertriebswege nicht in Anspruch nehmen, kann man ihn mit einem Klick auf den Pfeil deaktivieren.

Unter der Voraussetzung, dass man eine ISBN von Createspace verwendet, werden für 25 € weitere Vertriebswege angeboten:

  • Datenbanken für Buchhandlungen
  • CreateSpace direkt (von CreateSpace zertifizierte onlineshops)
  • Bibliotheken und Institute

Das alles gilt leider nur für den amerikanischen Markt. Da allerdings die internationale Datenbank Ingram dazugehört, könnten deutsche Buchhändler, die an Libri angeschlossen sind, das Buch theoretisch sogar finden. Ob dann aber in Amerika bestellt werden muss, ist unklar.

Preis

In diesem Formular gibt man zuerst einen Dollarpreis ein und lässt das Ganze berechnen. Um für Deutschland seinen Wunschpreis zu erreichen, muss das Häckchen weggeklickt werden, mit dem der €-Preis an den Dollarpreis gekoppelt wird.
Angegeben werden Nettosummen, hierzulande kommen noch 7 % Mehrwertsteuer hinzu. Man entscheidet sich also für einen Endpreis, zieht 7 % davon ab und hat die Summe, die eingetragen werden muss. Leider wird der Endpreis nicht angezeigt, man weiß also nicht sofort, wie auf- oder abgerundet wird, sondern erst, wenn das Buch bei Amazon verfügbar ist. Eventuell muss man den Preis dann noch anpassen. Hier gibt es einen Mehrwertsteuerrechner dafür.

Wer sich im Vorfeld ohne Anmeldung einen Überblick über Preise und Gewinne verschaffen möchte, findet unter Books / Publish a Trade Paperback / Distribution and Royalties einen entsprechenden Preisrechner.

Buchinformation für die Leser

Zum Schluss werden im Bereich Description alle relevanten Informationen über das Buch abgefragt. Die Beschreibung, welche später bei Amazon zu sehen ist, haben wir ja schon eingetragen. Jetzt kann sie noch geändert werden.
Die auswählbaren Kategorien stimmen nicht mit denen von Amazon überein, man muss sich durchklicken um etwas Passendes zu finden. Bei Kinderbüchern (Juvenile) kann zusätzlich noch die Altersgruppe ausgewählt werden.
Für die Autorenbiografie steht wieder ein größeres Textfeld zur Verfügung. Selbstverleger schreiben manchmal allzu gern über sich. Verlage dagegen halten diesen Teil meistens recht knapp, was u. U. professioneller wirken kann.
Ein weiteres Feld, bei dem man gut überlegen muss: die Keywords (Suchbegriffe) unter denen das Buch gefunden werden soll. Fünf Worte, durch Kommata getrennt, sind erlaubt.
Man trägt noch Sprache und Erscheinungsland ein, und gibt an, ob der Inhalt jugendgefährdend und somit nur für Erwachsene tauglich ist.
Das allerletzte Häckchen darf gesetzt werden, falls das Buch in Großschrift gedruckt wird (mind. 16 pt)

Das war’s.

Die Buchverkäufe sind später unter Sales & Marketing zu finden. Bis dahin heißt es warten auf Amazon. Wer mag und einigermaßen englisch versteht, kann sich unterdessen die Artikel zu Marketingideen ansehen.