Setup – Cover

Professional Cover Design

oder: Wie komme ich an ein professionelles Cover?

Wer sich grafisch unsicher fühlt und bereit ist, Geld auszugeben, kann das Cover von CreateSpace entwickeln lassen. Ab 149 $ bekommt man ein einfaches Cover ohne Collagen. Mit individuell zusammengestellter Grafik kostet es schon 349 $.

Eine Alternative wäre, eine Grafikerin oder einen Grafiker aus der näheren Umgebung zu beauftragen. Mit ihr oder ihm kann man persönlich reden, man kann Wünsche äußern und Fragen gemeinsam klären. Ein Profi ist aber nicht ganz billig zu haben. Im  AGD-Tarifvertrag werden für ein Cover 11 Std. Arbeitszeit und ein Preis von ca. 900,- bis 1900,- angesetzt, was nicht heißt, dass sich alle daran halten. Nach oben und unten scheint es viel Spielraum zu geben.

Ganz Schlaue richten einen Wettbewerb aus. Z. B. ist Bertelsmann auf diese Weise für relativ kleines Geld an einen Sack voller kreativer Buchtrailer zum Aussuchen gekommen. Der Aufwand, einen Wettbewerb bekannt zu machen, ist allerdings fast so hoch, wie der, ein Buch zu vermarkten, selbst wenn das Preisgeld in einigermaßen verlockender Dimension angesiedelt ist.
Der große Unterschied zwischen Trailerwettbewerb und Coverwettbewerb:
um einen Trailer erstellen zu können, muss man das Buch kennen = kaufen, schon klingelt die Verlagskasse,
ein Buch ohne Cover dagegen ist noch gar nicht auf dem Markt.

Falls Kontakte zu gestalterischen Studiengängen bestehen, kann man durchaus anfragen, ob ein spezielles Coverdesign nicht zu einer Studienaufgabe werden könnte. Vergüten muss man eine genutzte Arbeit dann selbstverständlich auch.
 

Online Cover Creator von CreateSpace

Unter dem Punkt Build your Cover online wird der kostenlose Cover Creator gestartet. Hier kann man unter 30 verschiedenen Grundlayouts auswählen. In jedem Grundlayout gibt es wiederum fünf verschiedene Themes mit entsprechenden Schriften. Man darf ein eigenes Titelbild hochladen, Hintergrundfarben aussuchen, ein Autorenfoto hinzufügen …
Obwohl man bei  Aufteilung und Schriften rein gar nichts ändern kann, lassen sich mit dem Creator jede Menge Scheußlichkeiten fabrizieren. Ein wenig grafisches Bewusstsein sollte man also möglichst mitbringen.
Im Prinzip sehen die Entwürfe recht professionell aus. Ob etwas Passendes zum eigenen Text dabei ist, muss jeder selbst ausprobieren.
 

Upload a Print-Ready PDF Cover

Hier muss sich der Autor selbst als Grafiker betätigen und am Ende eine druckfähige PDF Datei abliefern, die in allen Maßen stimmt.
Eine Hilfe bietet Createspace unter https://www.createspace.com/Help/Book/Artwork.do
Hier werden für verschiedene Formate und Seitenzahlen Vorlagen zum Download angeboten. Die Vorlagen sind bereits in der richtigen Auflösung von 300 dpi angelegt, darum braucht man sich also nicht zu kümmern.
Allerdings bekommt man eine Abbildung des gesamten Druckbogens, der später verwendet wird. Damit zu arbeiten, ist etwas umständlich, am besten schneidet man sich die Vorlagegrafik aus. Links liegt dann die Rückseite des Covers, der schmale Streifen in der Mitte (spine) ist der Buchrücken und rechts liegt die Titelseite. Das gelbe Feld zeigt die Lage des Barcodes an. Da sich die Falze beim Binden etwas verschieben können, ist es erst ab einer gewissen Seitenzahl sinnvoll, den Buchrücken zu beschriften. CreateSpace rät zu einer Beschriftung ab mind. 130 Seiten, unter 100 Seiten ist der Rücken jedenfalls zu schmal.

Alle nötigen Maße sind in Zoll und mm auf der Vorlage angegeben:
Page Layout Size = Print sheet Size = Druckbogengröße
Black Dottet Line = Trim Edge = Beschnittkante
Blue Dottet Line = Spine Fold = Falze des Buchrückens
White Area = Live Area = sicherer Bereich in dem Text und Bilder angeordnet werden
Red Area = Out of Live / Bleed = außerhalb des sicheren Bereiches / Anschnitt
(Keine wichtigen Elemente in diesen Bereich legen. Sollen Farben oder Bilder das Cover bis an die Kante ausfüllen, müssen sie über das eigentliche Format hinausgehen,  das ist der Anschnitt)

Die entsprechende Vorlage legt man sich im Layoutprogramm auf die unterste Ebene und ordnet Titel, Bilder, Klappentext … darüber an. Zum Schluß muss die Vorlage gelöscht oder ausgeschaltet werden, damit beim Druck nichts mehr davon sichbar ist.

Diese Vorlagen gibt es übrigens nicht für alle Formate. Es ist aber gar nicht schwer, sich das Grundgerüst mit den richtigen Maßen selber zu erstellen. Unter Druckdatei – Cover sind die einzelnen Schritte genau beschrieben.
Ungleich schwieriger ist es, ein einzigartiges „Buchgesicht“ zu entwickeln: eines, das auffällt, sofort Genre und Thema erkennen lässt und den potentiellen Leser zum Zugreifen verführt. Einen umfangreichen Wissenspool für enthusiastische Gestaltungseinsteiger und Fortgeschrittene bietet Digital Media for Artists

Hat man nun sein einzigartiges Cover gestaltet, muss das Ganze als pdf-Datei gespeichert werden.
Je nach verwendetem Programm sind verschiedene Einstellungen möglich. CreateSpace erwartet:

  • Kompatibilität Acrobat 5 (PDF 1.4)
  • Bildkomprimierung: Bikub. Neuberechnung auf 305 dpi bei Bildern mit mehr als 320 dpi
  • Marken und Anschnitte: keine
  • Ausgabe: Keine Farbkonvertierung, Alle Profile einschließen
  • Schriften: eingebettet

 Upload

Unter dem Punkt Upload a Print-Ready PDF Cover wird das Cover hochgeladen. Anders als beim Buchblock, den wir im animierten Review online durchblättern konnten, gibt es beim Cover keine direkte Kontrollmöglichkeit. Buchblock und Cover werden nun von Createspace überprüft, was bis zu 48 Stunden dauern kann. Bei unserem Testbuch klappte das bereits in der Hälfte der Zeit.

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